Über mich

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Mein Name ist Dr. Rainer Bruns. Ich bin Diplom-Biologe und als Sachverständiger für Baubiologie und Umweltanalytik im Emsland, Ostfriesland sowie den angrenzenden Regionen im Nordwesten von Niedersachsen tätig. Die Schwerpunkte meiner Tätigkeit liegen in der Beratung, Begutachtung und Messung von Umweltfaktoren in Wohnungen, öffentlichen Gebäuden, wie Schulen und Kindergärten sowie an Arbeitsplätzen. Ich erstelle Gutachten für Privatpersonen, öffentliche Institutionen und Gerichte zu den Themen Schimmelpilze, Schadstoffe, Raumklima, Radioaktivität, Elektromagnetische Felder.
Ausführliche Details zu meinen Dienstleistungen erfahren Sie auf meiner Homepage.
Gerne lade ich Sie auch auf die Google+Seite meiner Firma ein, der Baubiologischen Umweltanalytik Dr. Rainer Bruns. Sie finden mich zudem auch auf XING, Facebook und Twitter.

Im Frühjahr 2012 ist die 2. erweiterte Auflage des Fachbuches "Natürliche und pflanzliche Baustoffe" im Springer-Vieweg Verlag erschienen, an der ich mich als Co-Autor beteiligt habe.

Impressum

Privat bin ich interessiert an Natur und Umwelt, Fotografie und Tauchen.

Montag, 12. Oktober 2015

Schwarz ist nicht gleich schwarz - Der Mythos vom gefährlichen Schwarzschimmel

"Schwarzschimmel" oder schwarzer Schimmelpilz?
"Schwarzschimmel" oder schwarzer Schimmelpilz?
Wenn in der Presse von Schäden mit Schimmelpilzbefall berichtet wird, fehlt er fast nie: der "Schwarzschimmel". Und fast immer wird seine besondere Gefährlichkeit für die Gesundheit betont. Die Folge ist mittlerweile, dass schon beim Anblick von wenigen schwarzen Punkten an der Wand, die Bewohner regelrecht in Panik verfallen und akute Gesundheitsschäden befürchten. Was davon ist Fakt und was ist Mythos?  

Donnerstag, 2. Juli 2015

10 Jahre Baubiologische Umweltanalytik Dr. Rainer Bruns


Kaum zu glauben wie die Zeit vergeht. Genau heute vor 10 Jahren wurde das Sachverständigenbüro für baubiologische Umweltanalytik von Dr. Rainer Bruns eröffnet.


Das Sachverständigenbüro für Baubiologische Umweltanalytik Dr. Rainer Bruns dankt allen Kunden, Geschäftspartnern und Kollegen für das entgegengebrachte Vertrauen in den letzten 10 Jahren.

Dienstag, 20. Januar 2015

Schimmelpilze in Innenräumen: Gesundheitsrisiken nicht ignorieren

Schimmelpilze gehören zu unserer natürlichen Umwelt. Wenn auch nicht immer mit dem blossen Auge sichtbar, so sind sie doch unvermeidlich mit ihren mikroskopisch kleinen Sporen in jedem Innenraum vorhanden. Von dieser sogenannten Hintergrundkonzentration geht in der Regel keine Gesundheitsgefahr aus, denn ein normal stabiles Immunsystem kann damit  gut umgehen. Andererseits: medizinisch ist eindeutig belegt, dass Schimmelpilze sehr wohl gesundheitliche Auswirkungen haben können. Beim Umgang mit einem Schimmelpilzbefall in Innenräumen sollte dies nicht ignoriert werden.



Versteckter Schimmelpilzbefall unterhalb einer Tapete. Folge einer nicht fachgerechten Schimmelpilzsanierung




















Montag, 15. Dezember 2014

Wenn die Wohnung plötzlich schwarz wird

Immer wieder im Herbst und Winter kommt es in tausenden von Wohnungen zu einem seltsamen Phänomen. Seine Merkmale sind schwarze, schmierige Beläge an Decken, Wänden, Fenstern und Einrichtungsgegenständen, die innerhalb von Stunden oder wenigen Tagen auftreten. Diese Schwarzstaubablagerungen, die auch mit den englischen Begriffen „Fogging“ oder „Magic dust“ bezeichnet werden, treten seit etwa Mitte der 90er Jahre gehäuft auf. Die Ursachen sind bis heute nicht exakt geklärt.
Schwarzstaubablagerungen an einer Wand lassen sic ich nur schwer wieder entfernen
Schwarzstaubablagerungen an tapezierten Wänden lassen sich ich nur schwer entfernen.
Stellen Sie sich vor, sie wachen morgens auf und viele Wände und Oberflächen in der Wohnung sind mit einem grauen, teils sogar schwarzen Belag überzogen. Dieses Phänomen tritt gar nicht so selten auf. Dennoch sind die grauen Wände für viele zunächst unerklärlich und vermuten Ruß von Kerzen, den Kaminofen oder Schimmelpilze als Ursache. Diese Dinge haben mit dem Fogging an sich aber nichts zu tun.
Die schwarz-grauen, meist ölig-schmierigen Ablagerungen treten bevorzugt in den Wintermonaten auf, wenn geheizt wird. Meist im Anschluss an Renovierungen, neuer Möblierung oder in Neubauten. „Unter diesen Bedingungen gasen vermehrt organische Verbindungen, wie Weichmacher, aus Wandfarben, Klebern, Teppichen, Kunststofftapeten oder Bodenbelägen aus. Sie binden sich an die in jedem Innenraum vorkommenden Schwebstaubpartikel und setzen sich zusammen mit ihnen bevorzugt an den kühleren Stellen der Wände oder an schon mit Weichmachern beladenen Oberflächen ab. Luftströmungen und thermische Einflüsse bestimmen ebenfalls, wo sich die Staubteilchen absetzen. Weitere Faktoren, die als mögliche Ursache diskutiert werden, sind elektrostatische Aufladungen, raumklimatische Effekte und ein ungenügender Luftaustausch durch unzureichende Frischluftzufuhr.
Innerhalb von größeren Wohnkomplexen mit ähnlich ausgestatteten Wohnungen sind oft nur einzelne Wohnungen betroffen. Es sind auch in Regel keine außergewöhnlichen Brand-, Staub- oder Rußquellen an diesem Phänomen beteiligt. Nach neueren Erkenntnissen sind immer mehrere der begünstigenden Faktoren beteiligt. Es müssen allerdings nicht alle möglichen Ursachen in jedem Fall gleichzeitig auftreten.

Nach dem derzeitigen Stand des Wissens ist mit den Schwarzstaubablagerung selbst kein akutes Gesundheitsrisiko verbunden, wenn nicht erhöhte Schadstoffkonzentrationen in der Raumluft vorhanden sind. Der Belag lässt sich allerdings nur sehr schwer wieder entfernen. Glatte Flächen kann man versuchen, mit viel Wasser und Haushaltsreinigern zu säubern. Textilien gibt man am besten in die Reinigung. Das Überstreichen von betroffenen Tapeten und Wänden hilft so gut wie gar nicht, denn häufig tritt das Phänomen dann im nächsten Winter wieder auf. Das Umweltbundesamt (UBA) empfiehlt in seinem Ratgeber für Verbraucher aus Vorsorgegründen die Ursachen klären zu lassen und die Ablagerungen und mögliche Quellen zu beseitigen. Dabei ist es wichtig, auf die großflächige Verwendung von Produkten zu verzichten, die foggingaktive Substanzen, wie Weichmacher, enthalten. Hierzu zählen Kunststofftapeten, Bodenbeläge aus PVC und Wandfarben. Einige Hersteller von Farben verzichten auf solche Inhaltsstoffe und vermerken dies auf den Verpackungen. Häufiges Lüften beugt dem Risiko von Schwarzstaubablagerungen vor. Auch auf Kerzen und Öllämpchen sollte möglichst verzichtet werden.

Tipps zur Vermeidung von "Fogging:
  • Auf den großflächigen Einsatz von Bauprodukten verzichten, die Weichmacher enthalten.
  • Beim Kauf von Farben auf entsprechende Hinweise der Hersteller achten. Beispielsweise: „Enthält keine foggingaktiven Substanzen“
  • Auf ausreichendes Heizen und Lüften achten. Besonders nach Renovierungen ist eine verstärkte Frischluftzufuhr wichtig.
  • Baumängel beseitigen, die zu kalten Stellen an Wänden führen.Sollte es doch einmal zu Schwarzstaubablagerungen gekommen sein, lassen Sie durch einen Fachmann (Baubiologen, Innenraumanalytiker) die möglichen Ursachen ermitteln.
Die Broschüre des Umweltbundesamtes ist unter dem Titel „Attacke des schwarzen Staubes“ über die Internetseite des Umweltbundesamtes erhältlich.

Link:
Attacke des schwarzen Staubes - Das Phänomen "Schwarze Wohnungen" - Ursachen - Wirkungen - Abhilfe, Umweltbundesamt, 2006 http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/2276.html